Tantra-Bewusstwerdung- Absichtslosigkeit

 

Vor 1997 hatte ich die erste tantrische Begegnung. Die hatte so viele Fragen aufgeworfen.

So betrieb ich all die Jahre intensive Studien über Tantra, praktische Erfahrungen über Begegnungen

und Tantra-Massagen, habe mit Tantrikern kommuniziert, Tantra-Events besucht,

etliche Internetseiten und Literatur über Tantra allgemein gelesen, mich über weißes,

rotes, schwarzes Tantra informiert, diverse damit verbundene Meditations- und Berührungs-

Rituale, Tandava, das Maithuna-Ritual, den linkshändigen Pfad, die Tattvas, Marmapunkte,

TaoYoga und Kamasutra studiert.

Es hatte sich mein Eindruck verstärkt, dass sich in jedem Tantriker eine subjektive Sichtweise,

so vielfältig sind die Ansichten, Praktiken und Motivationen.

Das ist für mich kein Problem. Denn für jeden Menschen wird es einen Weg geben, der ihn ausmacht,

der energetisch zu ihm gehört, seine Wirklichkeit bildet.

 

Ich als energetisch sehr feinschwingendes Wesen habe das Bedürfnis, einige meiner Erfahrungen, Wahrnehmungen und entstandenen Sichtweisen kund zu tun, um so einen kleinen Einblick in die Vielfalt von Tantra zu geben und viel-leicht auch ein Verständnis bei tantrisch Suchenden, Nichttantrikern oder Beginnern zu bewirken.

 

Mir ist es wichtig, Tantra und Tantriker in ihrer Vielfältigkeit, Motivation, ihren Handlungen und ihren Sichtweisen kennenzulernen und zu verstehen. Dabei sind meine hier dargestellten Worte wertfreie Wahrnehmungen, die für mich zu Einsichten und Erkenntnissen geführt und mich meinen stimmigen Weg in dieser Richtung heraus kristallisiert hatten, den ich nun bewusst gehen kann. Dabei hatten mir auch einige Botschaften von Daniel Odier wertvolle Bestätigungen und Impulse gegeben.

Ich hatte 1997 meinen spirituellen Werdegang über die indische Lehre des Ayurveda begonnen. Das ist die Wissenschaft vom Sein und dem gesunden Leben aus der indischen Lehre heraus. Tantra ist eine indische Philosophie, ein Weg der Bewusstwerdung, eine Lebensphilosophie unabhängig von jedweder Glaubensrichtung.

 

Tantra eröffnet Möglichkeiten, über das energetische Fühlen in den eigenen Körper und in den des anderen die Bewusstwerdung anzuregen, die eigene Wirklichkeit in all ihren Facetten zu leben und zu er-leben, präsent zu sein und mit allen Sinnen zu spüren.

 

Dabei empfinde ich den tantrische Weg auch besonders stimmig für Liebende, die sich als Paar energetisch weiter ent-wickeln und ihr körperliches und seelisches Miteinander vertiefen, verfeinern und befruchten möchten. Sie können so noch weiter zusammen wachsen und auch in sexueller Hinsicht miteinander Einzigartiges erleben. Selbst langjährige Partnerschaften, bei denen die Sexualität zwischenzeitlich eine untergeordnete Rolle spielt, können sich durch Tantra neu beleben.  Auch allein lebende Menschen werden über Tantra er-füllende und befruchtende Begegnungen haben und ihr körperliches, seelisches und geistiges Wohlbefinden be-wirken können.

 

Tantra kann ein Weg zur Bewusstwerdung, Lichtwerdung, Begegnung mit dem Göttlichen, Eintauchen ins absolute Sein, wie auch immer es bezeichnet werden möchte, sein.

 

Dabei war mir immer wieder aufgefallen, dass sehr viele Menschen Tantra vorwiegend mit Tantramassage verknüpfen oder gleichsetzen. Die ist nur ein Bestandteil von Tantra.

Im Tantra geht um die Einswerdung mit dem Absoluten, mit der Einheit, das Er-leben der Nicht-Dualität, die Wirklichkeit mit allen Sinnen zu leben und präsent zu sein. Es geht auch darum, über Berührungen den Fluss der Energien im Körper, über die einzelnen Chakren die Prana-Energie zu klären, in Bewegung zu bringen, die einzelnen Energiezentren zu reinigen, zu aktivieren. Außerdem können Rituale mit Berührungen,  Symbolen, Bewegungen und Mantren, Meditationen, die bewusste Atmung und Elemente des Yoga mehr oder weniger eine Rolle spielen.

 

Im Tantra geht es darum, Selbstliebe zu erfahren, die Verbundenheit zu allen Wesen zu spüren und so in der Lage zu sein, durch sanfte Berührungen die Herzen zu öffnen und die Energien ins Fließen zu bringen, im angenehm stimmigen Fall auch die sexuelle Energie als Lebensenergie.

 

Wenn ich Tantra als Austausch von Energien ohne Erwartung und Ziel verstehe, hat Tantra auch sexuelle Komponenten. Denn ich rege durch die energetisch sanften Berührungen neben allen anderen auch das Sexualchakra an und lasse seine Energie ins Fließen kommen, mit oder ohne Yoni- oder Lingammassage.

 

Wie bei anderen spirituellen und/oder esoterischen Techniken oder Praktiken gibt es auch diverse Richtungen von Tantra, die mehr den Fokus auf die Sexualität legen d.h. also die gezielte Anregung der sexuellen Energie über energetische Massage auch von Yoni und Lingam usw..

 

Für mich wird so das Pferd von hinten aufgezäumt. Ich hatte in Tantraseminaren und –events immer wieder festgestellt, wie unstimmig es sich anfühlt, wenn Menschen zu fortgeschrittenen tantrischen Ritualen angeregt werden, ohne auch nur im Entferntesten Tantra zu leben, Energien spüren zu können.

 

Ja sicher kommt ein Mensch sehr intensiv ins Erschauern, wenn er von einem erfahrenen Tantriker berührt wird. Ich hatte erleben dürfen, dass Menschen zittern, weinen und beben unter diesen sanften, herzlichen Berührungen.

 

Aber es ist ein deutlicher Unterschied, ob z.B. ich von einem erfahrenen, tantrisch lebenden Menschen oder einem berührt werde, der Beginner ist und von Tantra gerade mal gehört hat. Doch darauf wird in den großen Events meist  nicht geachtet.

 

Es gibt unendlich viele tantrische Wege. Meiner ist sehr still, naturnah, energetisch sehr feinsinnig.

Es sind die Energien unseres Lebensumfeldes, der Menschen, die uns umgeben, der Pflanzen und Tiere und alldem, womit wir tagtäglich konfrontiert werden und in Wechselwirkung gehen. Genau die sind es, die den Zugang zum Göttlichen, zur Bewusstwerdung und der Transzendenz ins absolute Sein letztendlich möglich machen können.

 

Deswegen ist es für mich nicht stimmig, indische Mantren zu singen, Sanskrit zu sprechen und indische Götter anzubeten. Tantra "funktioniert" auch, wenn ich zu dir sage, ich verehre das Göttliche in dir und wir sitzen im Gras unter dem Apfelbaum.

 

Ich habe über viele Jahre mit Geduld und auch Disziplin, in Achtsamkeit, Hingabe, Demut und Bescheidenheit, Mitgefühl und Anteilnahme an anderen mein Leben gelebt, bin daran energetisch gewachsen.

 

Dabei hatte ich immer wieder festgestellt, wie wichtig es ist, den körperlichen Aspekt nicht außer Acht zu lassen. Denn aus meiner Sichtweise ist der Körper die Wohnstatt der Seele und die möchte wohlig, gemütlich, gesund, kraftvoll und angenehm sein. Und um den Körper so zu erhalten, ist auch die naturbewusste, fleischlose Ernährung, körperliche Betätigung, Körperpflege usw. wichtig gewesen, aber auch die Erfahrung von Liebe und Zärtlichkeit, Berührungen und die Befriedigung sexueller Triebe und Gelüste.

 

So empfinde ich das Erleben von erwartungsfreien, aus dem Herzen kommenden, energetisch reinen, tantrischen Berührungen als Geschenk. Auch so wird der Wohnstatt der Seele etwas Gutes getan.

 

Einige Tantriker hatte ich als fanatische Verfechter absichtslosen, sinnlichen Tantras, das ohne Erwartung praktiziert wird und keine sexuellen Ziele in sich birgt, erlebt. Mit dem Thema Tantra und Sex und Absichtslosigkeit hatte ich mich tiefgründig auseinandergesetzt.

Das Wort Absicht: der Wille, etwas zu realisieren, der Grund für eine Handlung

Synonyme: Vorhaben, Intention, Plan, Ziel, Beweggrund, Motiv.

Das bedeutet, dass Absichtslosigkeit gleichzusetzen ist mit Willenlosigkeit, Planlosigkeit,-Ziellosigkeit.

 

Erwartungsfrei kann ich nicht mit Absichtslosigkeit gleichsetzen. Aber genau das wird von vielen Tantrikern immer wieder propagiert und/oder vorgegeben. Es findet eine Vermischung/Gleichsetzung von Absicht und Erwartung statt.

Es ist doch eine Absicht, den Empfangenden sanft zu berühren, zu er-spüren, Energie fließen zu lassen.

 

Für mich geht es u.a. um fließen lassen und einfach er-spüren, was beiden gut tut und das in gelassener Geduld. Was für mich Tantra so besonders macht, ist Geduld und immer wieder Geduld. Ja, es ist eine Frage des Sichzeitnehmens für den anderen, des Sicheinlassens auf den anderen, des Sichselbstfallenlassens. Stille, Meditation, Atmen im Gleichklang, die Öffnung der Herzen, gleichmäßige, sanfte Berührungen immer und immer wieder können Unglaubliches, Ekstatisches, Wundervolles be-wirken.

 

Erwartungsfrei, das kann ich so annehmen, denn ich gehe in tantrische Begegnungen ohne eine Erwartung auf irgendetwas, ich lasse einfach fließen und kommen, was auch immer.

 

Wenn wir uns auf die feinstoffliche Ebene begeben, wird es bei jeder Berührung eine energetische  Körper-Geist-Seele-Verwebung geben. Wenn wir alle, so wie es tantrisch und spirituell propagiert wird, miteinander liebevoll verbunden sind, werden wir immer, wenn wir Nähe, Intimität, Berührung zulassen, eine solche Verwebung bewirken.

 

Wenn wir davon ausgehen, dass ein liebevoller Energie-Austausch durch sinnliche Berührungen und tantrisches Miteinander stattfindet, dann sollten wir auch wissen, dass es nicht nur ein Austausch ist. Es kann durchaus auch dazu kommen, dass Menschen aus anderen Menschen Energie aufnehmen, die sie sich nicht wohl fühlen lassen. Das geschieht oftmals unbewusst, wird sich nicht immer sofort, durch den berauschenden Zustand des Erlebten, aber durchaus später bemerkbar machen.

 

Deswegen war es für mich schon immer sehr wichtig, genau zu wissen, wie die energetischen Naturgesetze wirken, wie ich mich gegen "energieunstimmige" Umstände schützen, Energie wandeln kann und am allerbesten natürlich Energie aus dem Universum, dem Göttlichen, der Allliebe zu empfangen, durch mich und zu anderen fließen zu lassen. Gerne lasse ich dich als Empfangenden das er-spüren.

 

Im Geben und Empfangen findet eine Art energetische Neustrukturierung statt, die nur zum beiderseitigen Wohlbefinden sein sollte. Wir sollten jederzeit bekunden, wenn wir etwas nicht möchten, wenn sich etwas nicht stimmig anfühlt.

 

Es steht niemandem zu, irgendeine Person auf Grund ihres Verhaltens zu be- oder verurteilen. Doch hatte ich immer wieder erlebt, wenn irgendeiner in tantrisch/spirituellen Veranstaltungen irgendeine kritische Äußerung von sich gegeben hatte, dann ging es recht schnell darum, ihm mitzuteilen, dass er Probleme mit sich selbst hätte, seine Grenzen noch nicht erkannt und/oder  jemanden be- oder verurteilt hätte.

 

Hatte denn in diesen Kreisen irgendeiner schon einmal intensiver darüber nachgedacht, dass das reine wertungsfreie Mitteilen von Wahrnehmungen und Sichtweisen nichts mit Be- oder Verurteilungen zu tun gehabt hatte?

 

Dass das Be- oder Verurteilungen sind, wurde letztendlich so dargestellt. Das ist eine Projektion, weil diese es anders nicht gekannt hatten, weil sie bisher nur solch eine Art und Weise des Umgangs und der Kommunikation erfahren und gelebt hatten und das leichte, lockere, unbeschwerte und wertungsfreie Miteinander nicht kannten und kennen.

 

Geht es nicht genau darum, da doch alle Menschen liebevoll miteinander verbunden, und egal, welche Umstände eingetreten sind, welche Verhaltensweisen sich zeigen, sich dennoch hingebungsvoll, achtsam, voller Güte, Mitgefühl und Aufmerksamkeit ehrlich und geduldig dem anderen zu zuwenden und ihn in seinem Wesen, seinem Ich bedingungslos anzunehmen?

 

Das energetische Miteinander, das Fließenlassen von Energien, wie es auch beim Liebesakt stattfindet, birgt pure Heilkraft in sich. Wenn ich an diesen Gedanken ganz unbeschwert herangehe und Tantra in welcher Form auch immer locker und ohne irgendwelche Gedanken an Probleme und Themen, die da zu lösen seien, praktiziere, werden sich einige Probleme sozusagen von selbst in Luft auflösen.

 

In tantrischen Kreisen und bei einigen Tantrikern hatte ich oft festgestellt, dass sich viele von diesen Menschen seltsame Zwänge auferlegen oder diese von tantrischen Lehrern suggeriert werden. Denn wir hätten nach der Sichtweise letzterer doch alle Grenzen, Blockaden und/oder Unerlöstes.

Und selbst wird sich unter Druck gesetzt, alles mit einem Dauerlächeln überzogen, damit bloß nicht irgendein äußerer Schein zerbröckelt, der um jeden Preis bewahrt bleiben soll.

 

Das alles führt zu zwanghaftem Verhalten, Druckaufbau, Unlockerheit, sowohl bei sich selbst, als auch bei anderen. Und wenn du nicht dies und jenes so getan hattest oder zulassen konntest, wie es von tantrischen Lehrern vorgegeben gewesen war, oder wie es andere praktizieren, dann hättest du noch Grenzen und ein Problem mit dir selbst, bzw. würdest die Gruppendynamik stören.

Das sind Suggestionen, die bewirken in den entsprechenden Menschen noch mehr Druck, unangenehme Zustände und Umstände, die vorher nicht da gewesen waren. Sie sind sozusagen zusätzlich in die entsprechende Person injiziert worden.

Steh zu dir! Steh zu deinem Anderssein! So, wie du bist, bist du richtig! Hier mein Statement zum Anders-sein

 

Vor einiger Zeit hatte ich ein paar Zeilen einer professionellen, reifen Tantrikerin gelesen. Sie hatte von ihrem Tantralehrer gesagt bekommen, sich als Singlefrau auf Begegnungen mit immer wieder anderen Männern einzulassen und sich wieder zu lösen, ohne Geschichten, ohne Anhaftung, einfach spielerisch,  üben sollte sie. Sechzig Liebesbegegnungen hatte sie. Und sie hatte ja so viel gelernt: sich eingelassen, sofort in Begegnung zu sein, achtsam, präsent, ganz im Moment bei und mit dem jeweiligen Mann. Sie wurde ja so reicht beschenkt, resümierte sie….

Wo war dabei die Absichtslosigkeit geblieben? Wozu brauchen wir sechzig Liebesbegegnungen und immer mehr, wenn wir doch in uns die wahre Liebe, die seelische Verbundenheit, die gefühlsmäßige Geborgenheit und körperlich/geistig/seelische beglückende Erfüllung gefunden hätten, die wir behüten, pflegen, weiterentwickeln und verfeinern können?

 

Vielleicht hatte es ja diese vielen Begegnungen gebraucht, um eine erfüllende Begegnung mit „dem einen“ Menschen zu erleben? Aber warum war es danach doch immer weiter gegangen mit den vielen Begegnungen?

 

Wenn es um Bewusstwerdung über etliche tantrische Liebesbegegnungen gegangen war, um Selbstfindung, könnte es doch auch sein, dass mit der Stärkung des Selbst, der Eigenliebe, d.h. sich selbst zu lieben und in sich zu ruhen, letztendlich auch eine Stärkung des Egos verbunden gewesen war?

 

Das wiederum könnte zu immer weiteren tantrischen Erfahrungen mit anderen führen, denn dieses Geschenk hatte sich kraftvoll und berauschend angefühlt.

So war in mir mehr und mehr die Wahrnehmung entstanden, dass die immer wieder neuen Erfahrungen der sexuellen /tantrischen Begegnungen Ausdruck einer Sucht, einer unendlichen Suche nach Er-füllung im anderen waren, sind und sein werden.

 

Sicher kann ich mich immer wieder in energetisch-erotische Trance bei tantrischen Berührungen, Massagen bringen, aber ohne Herzgefühl bei beiden und stimmige energetische Interferenz bleibt es ein energetisch mechanisch bewirktes Erleben, an dem meist nur einer seine kurzzeitige Erfüllung findet.

 

Es gibt Billiarden Möglichkeiten energetischer Verbindungen, die zwischen Menschen möglich sein können. Ich spüre solche energetische Verbindungen sehr intensiv. Und deshalb ist es aus meiner Sicht nicht möglich und nicht stimmig, zu jedem Menschen das gleiche zu empfinden, nur weil er mir tantrisch begegnet.

 

Es gibt Menschen, mit denen empfinde ich eine liebevolle Schwingung. Aber es gibt auch viele Menschen, mit denen ein energetisches Miteinander, was heilsam und befruchtend ist, nicht möglich sein kann.

 

Lerne, den Fluss der Energie zu fühlen und ihn immer besser zu empfinden, steuern zu können. Du kannst so deine geistigen, seelischen, körperlichen, sexuellen Wünsche erkennen und in kraftvolle fließen lassen. Diese mächtige Energie kannst du für erfüllendere, schöpferische Aktivitäten in allen Lebensbereichen nutzen und natürlich auch in der körperlichen Liebe.

 

Im Tantra geht es um Fluss, nicht um Kontrolle. Wenn du aufhörst, gegen das Leben, gegen die Umstände, gegen dich selbst zu kämpfen, wirst du Leichtigkeit erfahren.

Im Tantra gibt nichts, was nach festen Regeln funktioniert. Möchtest du Rituale machen, dann tu das. Möchtest du einfach frei fließen lassen, dann tu das. 

Es kommt immer darauf an, genau das zu tun, was sich für dich sanft, heil-sam und wohlig anfühlt, was keinerlei Zwang ausübt. Lass den Körper sich mit dem Raum verbinden.

 

Im Tantra gehen wir nicht zurück in die Vergangenheit. Wir fühlen die Emotionen im Hier und Jetzt gleich und lassen sie los. Wir bewirken so die Leichtigkeit, die Begegnung mit dem Absoluten. Dabei helfen dir Meditation, die langsamen Bewegungen des Tandava, Imaginationen und dann irgendwann Yoga der Berührung zu praktizieren.

 

Die Nachricht aus dem Tantra ist: wir sind alle eins. Aber dennoch bist du genauso wie du bist, einzigartig. Wenn du nicht zulassen möchtest, dass du von irgendjemand berührt wirst oder mit irgendjemand sprechen willst, dann lass es nicht zu.

 

Tu nur das, was sich für dich und deinen Körper (damit ist dein physischer, mentaler, emotionaler und spiritueller Köper in Einheit gemeint) wohl anfühlt. Alles andere brauchst du nicht zu tun.

 

Tantra ist Leben im Bewusstsein, präsent zu sein, die Wirklichkeit zu leben, jeden Augenblick, jede Berührung, jeden Duft, jeden Geschmack, jeden Begegnung,  alles zu genießen und anzunehmen und zu wissen, du bist die Wirklichkeit.

Du gehst ihn erst einmal alleine, denn es ist wichtig, dass du die Verbindung zum Raum findest. Dass  Leichtigkeit in dir entsteht, um dann das Absolute zu fühlen, zu leben.

 

Dann lebst du mit der Leichtigkeit eines Kindes ohne Ängste und Blockaden.

Und wenn du soweit bist, wenn du eine harmonische Beziehung zu dir selbst, mit dir selbst führen kannst und eine harmonische Beziehung zum Kosmos aufgebaut hast, dann wirst du auch stimmige und befruchtende Beziehungen zu anderen Menschen  führen können.

 

Dahin zu kommen heißt, zu meditieren, Tantra in dein  Leben zu integrieren. Es geht nicht von heute auf morgen. Es können viele Jahre vergehen, bis du genau an diesem Punkt angekommen bist. Doch in dieser Leichtigkeit, auf diesem Weg wirst du spüren, dass plötzlich alles möglich wird.

 

Nimm dich einfach so, wie du wirklich bist und nicht so, wie du sein willst oder sein könntest oder wie andere zu dir sagen, dass du sein solltest. Du bist genauso, wie du bist, richtig. Wenn du das verinnerlichen kannst, wenn du deine Seligkeit nicht im oder über einen anderen suchst, wird Leichtigkeit in dich und aus dir fließen.

Den „Heiligen Gral“ können wir nur in uns selbst finden.

 

Zur Beantwortung von Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

 

Alles Liebe dir, euch.

Meda

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